Hybrid Zone bildet eine Kombination aus einem architektonischen und einem pädagogischen Konzept. Hierbei wird ein Grundschulsystem neu durchdacht und zu einem Lernraum der Zukunft gestaltet. Es wird sich weniger an klassischen Schulstrukturen orientiert, sondern mehr an of- fenen Lernmethoden, welche die Eigeninitiative der Schüler verlangt. Die Bewegung bzw. das Aufhalten in der Natur wird in das Schulsystem fest miteingebunden und hebt die klaren Grenzen zwischen Innen und Au- ßen auf.
Architektonisch übersetzt wird das Gebäude als eine Landschaftsstruk- tur aus regelmäßig größenvariierenden Hexagonen gedacht, wobei die Natur immer wieder die Struktur unterbricht und Einschnitte bzw. Innen- höfe schafft. Dadurch wird der ständige Kontakt nach Außen suggeriert, welcher zusätzlich verstärkt wird, indem Räume großflächig geöffnet werden können und somit das Innenleben nach Außen verlagert wird.
Unterricht findet in offenen Raumstrukturen statt, wobei es Schü- lern ermöglicht wird, selbst die Wahl über die Lernmethode zu treffen. Die Architektur bietet sowohl ruhige Nischen, als auch gro- ße Bereiche für Gruppenarbeit an. Schüler haben die Möglichkeit in Ruhe alleine, oder aber bei Bewegung und in Gruppen Wissen zu erlangen. Intuitives, selbstständiges Lernen bildet die Basis des pädagogischen Konzepts, übertragen auf die Architektur.
Da die ursprüngliche Klassenstruktur aufgehoben wird und die Gruppengrößen variieren können, sind auch die Räume dement- sprechend wandelbar. Durch Trennmöglichkeiten können Räume je nach Bedarf verkleinert bzw. vergrößert werden.
Mit diesem Konzept werden die ursprünglichen Schulstrukturen nicht länger assoziiert. Der neu geschaffene Lernraum der Zukunft soll weniger den Schülern Vorschriften erteilen, sondern sie viel- mehr zur Eigenverantwortung und Eigeninitiative anregen.